Die dänische Verfassung

Dänemark ist seit der Verfassung von 1953 eine parlamentarische Demokratie mit einem Monarchen als Staatsoberhaupt. Seit 1972 ist dies Königin Margrethe II., die jedoch ausschließlich formelle und zeremonielle Funktionen erfüllt. So wirkt sie etwa bei der Regierungsbildung mit und repräsentiert Dänemark im Ausland. Zudem erstattet die dänische Regierung ihr jede Woche Bericht.

Parlament

Das Parlament (Folketing) wird auf vier Jahre gewählt. Es setzt sich aus 179 Abgeordneten zusammen, darunter jeweils zwei Abgeordnete aus Grönland und den Färöer-Inseln. Stimmrecht haben seit 1978 alle dänischen Staatsbürger ab 18 Jahren. Das Folketing ist das gesetzgebende (legislative) Organ des dänischen Staates. Die Regierung mit einem Ministerpräsidenten wird von ihm gewählt und von der Königin offiziell ernannt. Die öffentliche Verwaltung ist jedoch nicht ausschließlich Sache des Staates, die ebenfalls demokratisch gewählten 14 Kreisgemeinden (amter) und 275 Gemeinden (kommuner) halten einen Großteil der administrativen Vollmachten inne.

Regierung

RasmussenSchon immer gibt es in Dänemark eine Vielzahl an politischen Parteien. Das hat oft eine Minderheitenregierung zur Folge. Es gilt meist das Prinzip: Es regiert, wer keine Mehrheit gegen sich hat.

Seit dem 27.11.2001 ist Anders Fogh Rasmussen von der Liberalen Partei (Venstre) Regierungschef. Zusammen mit der Konservativen Volkspartei (Det Konservative Folkeparti) bilden die Liberalen die Regierung, die von der liberalen Neuen Allianz (Ny Alliance) und der rechtspopulistischen Dänischen Volkspartei (Dansk Folkeparti) getragen wird.

Stärkste Oppositionspartei ist die Sozialdemokratische Partei (Socialdemokratiet), die 45 Mandate innehat. Die sozialistische Volkspartei und die sozialliberale Partei stehen ebenfalls in Opposition zur dänischen Regierung.

(Bildquelle: worldeconomicforum)

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