Dänemarks Geschichte: 19. Jahrhundert
1801 und 1807 greift England Kopenhagen von See aus an und zwingt Dänemark zur Aufgabe seiner Flotte. König Frederik IV. (1784-1839) schließt sich daraufhin den Franzosen und damit den Napoleonischen Kriegen (1803-1814) an. Nachdem Napoleon I. verliert, muss 1814 Dänemark im Zuge des Kieler Friedens Helgoland an England und Norwegen an Schweden abgeben. Die Färöer, Island und Grönland darf Kopenhagen behalten.
Während der Regierungszeit Frederiks VII. (1808-1863) kann das Bürgertum Macht gewinnen. Schrittweise wandelt sich Dänemark zu einer konstitutionellen Monarchie. 1849 wird die „Juni-Verfassung” eingeführt, die ein Zweikammerparlament vorsieht: das Folketing als Organ der Volksparteien und das Landsting als das der Großgrundbesitzer.
Die Bewohner der immer noch zu Dänemark gehörenden Herzogtümer Schleswig und Holstein wollen sich im Rahmen des erstarkenden Nationalismus in Europa loslösen und in den Deutschen Staatenbund eingebunden werden. Ein blutig niedergeschlagener Aufstand weitet sich 1848 zum Dänisch-Deutschen Krieg. 1851 endet er mit der Niederlage Schleswigs. 1863 versucht Dänemark erneut - entgegen des Friedensabkommens - Holstein an das Königreich zu binden. Preußen und Österreich erklären Dänemark daraufhin 1864 den Krieg. Im zweiten Deutsch-Dänischen Krieg werden die dänischen Truppen geschlagen und das Königreich muss Lauenburg, Holstein und Schleswig an Preußen und Österreich abgeben.
(Bildquelle: wikimedia, wikimedia)
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