Konsequent grün- Umweltschutz in Dänemark

Kaum ein anderes europäisches Land fährt so einen konsequenten Kurs in Energie- und Umweltpolitik wie Dänemark: Als erster Industriestaat führte Dänemark 1971 ein Umweltministerium ein und in den letzten zwanzig Jahren entwickelte sich das Land zu einem Vorreiter in Sachen regenerative Energien. Heute werden fast 20 Prozent des dänischen Strombedarfs aus Windkraft gewonnen.

Des Weiteren nimmt Dänemark zusammen mit Deutschland und den Niederlanden Spitzenposition in den Recyclingquoten ein, ökologischer Landbau hat einen großen Stellenwert und Atomkraftwerke sind schon lange aus dem Land verbannt. Neben einem Stromsparfonds, der Zuschüsse für den Kauf von energiesparenden Elektrogeräten ermöglicht, beinhaltet die ökologische Steuerreform eine kontinuierlich ansteigende Stromsteuer. Die Sätze richten sich dabei nach Art des Brennstoffes: Die Steuer für Heizöl ist um ein vielfaches höher als die Steuer für Erdgas.
Aktuell beschäftigt die dänische Umweltpolitik hauptsächlich die Vorbereitung der 15. VN-Klimakonferenz, die im Dezember 2009 in Kopenhagen stattfinden wird. Thematisch geht es um die Zeit nach Auslaufen des Kyotoprotokolls im Jahre 2012.

Umweltbewusste Touristen sollten im Dänemarkurlaub auf zwei Symbole achten. Die blaue Flagge, die als Gütesiegel der EU für sauberes Trinkwasser und die Einhaltung von Naturschutzauflagen gilt, weht an zahlreichen dänischen Stränden und Häfen. Weiterhin gibt „Der grüne Schlüssel“ Auskunft über ökologisch geführte Unterkünfte. Rauchfreie Zimmer, der Verkauf von Ökospeisen oder die Einhaltung von Energiesparplänen, die von den örtlichen Stromversorgungsunternehmen ausgearbeitete werden, sind nur einige Bedingungen um das Umweltzertifikat zu erhalten.

(Bildquelle: 5mal5)

Weitere Beiträge

Tags: , , ,

Suche


Schlagworte