Dänisches Design

Design DänemarkDänisches Design ist weltbekannt, besonders seine Schlichtheit und Zeitlosigkeit machen es so einzigartig. Egal ob im Kunsthandwerk, in der Architektur, im Handwerk oder bei einfachen Gebrauchsgegenständen stehen dänische Produkte für hohe Qualität und vor allem Funktionalität.

Geschichte

Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg wurde „Dansk Design” zu einem Markenzeichen. Durch die Produktion von Mobiliar erlebte Dänemarks Wirtschaft einen Aufschwung. In den 1960ern schaffte „Design made in Dänemark” dann den internationalen Durchbruch.

Die Vorliebe der Dänen für funktionelle, aber auch kunstvolle Gebrauchsgegenstände hat eine lange Geschichte. Da das Land kaum über Bodenschätze verfügt, musste es sich wirtschaftlich anders behaupten: mit einem hoch entwickelten Handwerk. So spezialisierten sich Handwerker immer mehr auf Gegenstände, die leicht zu produzieren waren und aus hochwertigem Material gemacht waren.

Eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des typisch dänischen Stils spielte die Porzellanfabrik des dänischen Könighauses, die „Kongelige Porcelainsfabrik”. Hier wurde etwa das Service „Flora Danica” hergestellt, auf dem die gesamte Pflanzenwelt Dänemarks abgebildet ist. 1985 fusionierte die Königliche Porzellanmanufaktur mit Georg Jensens Silberschmiede und den Holmegård Glaswerken, die ebenfalls eine Vorreiterrolle in der Geschichte des dänischen Designs spielten.

Beleuchtung

PH-LampeEiner der wichtigsten Designer des vergangenen Jahrhunderts ist Poul Henningsen (1894-1967), von den Dänen oft nur PH genannt. Er war ein Verfechter des Funktionalismus und lieferte vielen heutigen Designer die theoretische Grundlage mit seinen Ideen. Insbesondere seine PH-Lampe, mit der Henningsen 1925 einen Wettbewerb für die Beleuchtung des dänischen Pavillons auf der Weltausstellung in Paris gewann, ist weltbekannt. Ihr schlichtes Design, die optimale Ausnutzung der Lichtstärke und die kostengünstige Herstellung sind repräsentativ für Henningsens Verständnis von gutem Design.

Architektur und Möbel

Das berühmteste Beispiel dänischen Architekturdesigns dürfte das Opernhaus in Sydney sein, das von Jørn Utzon entworfen wurde und 1973 errichtet wurde.

In den 1950er Jahren erfuhr dänisches Möbeldesign einen Aufschwung. Die Stahlrohrstühle von Arne Jacobsen (1902-1971) sind heute in der Möbelbranche fest etabliert. Auch der Architekt Kaare Klingt (1888-1954) entwickelte Möbel weiter und vereinfachte sie oftmals, wie etwa die englischen Cippendalemöbel, was ihn weltweit Anerkennung brachte. Der wohl bekannteste Vertreter unter den dänischen Möbeldesigner ist wohl Hans J. Wegner, der besonders mit seinem „The Chair” bekannt wurde.

Museen

Um einen Überblick über dänisches Design zu bekommen, lohnt sich ein Besuch im „Kunstindustriemuseet” und dem „Dansk Design Center” in Kopenhagen.

Auf scandstyle.de finden Freunde skandinavischen Designs eine Vielzahl an Lifestyleprodukten.

(Bildquelle: undercover_surrealist, Holger Ellgaard)

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