Dänische Regierung stimmt für Bau der Fehrmann-Brücke

17.04.2009 Das Parlament gab dem bisher größten Brücken-Projekt Europas mit nur drei Gegenstimmen seinen Segen. Die deutsche Regierung trifft ihre Entscheidung im Sommer 2009.
Die Fehrmann-Brücke soll eine Verbindung zwischen dem deutschen und dänischen Festland schaffen und die Fahrzeit zwischen den beiden Städten Hamburg und Kopenhagen deutlich verkürzen. Der Bau ist mit Kosten von rund 5,5 Milliarden Euro verbunden, die Dänemark allerdings komplett allein tragen will. Auf Deutschland kommen nur die Kosten für eine infrastrukturelle Anbindung zu. Diese betragen eine knappe Milliarde.

Uneinigkeiten innerhalb der Landesregierung

Der Bau der Brücke, der 2012 beginnen soll, ist allerdings noch nicht vollkommen in trockenen Tüchern. Zwischen den Parteien auf deutscher Seite herrscht Uneinigkeit über das Mammut-Projekt. Wirtschaftsminister Marnette und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Carstensen (CDU) erhoffen sich enormen ökonomischen Vorteil für das Bundesland, das durch den Bau der Brücke neuer logistischer Dreh- und Angelpunkt zwischen den Regionen Hamburg und Kopenhagen werden könnte.
Dagegen herrscht in den Lagern der Grünen eher Unmut. Verkehrsminister Matthiesen hält den Bau der Fehrmann-Brücke für ungerechtfertigt. Die erwarteten Fahrzeugbewegungen seien so gering, dass ein ökonomischer Nutzen nicht gegeben sei. Trotz dieser Unstimmigkeiten wird ein deutliches Votum für den Bau der Brücke erwartet. Wenn dieses erfolgt können die ersten Autos vielleicht schon 2018 über die 19 Kilometer lange Beton-Verbindung rollen.

Schweden macht es vor

Bisheriges Vorbild für den Bau der Fehrmann-Brücke ist die Öresundbrücke, die seit 2000 Kopenhagen und das schwedische Malmö verbindet. Mehr als 17.000 Pendler überqueren heute täglich in nur 36 Minuten die Meeresenge zwischen den beiden Ländern.

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