Emil Nolde-Ausstellung in Kopenhagen

19.02.2010

Das Kopenhagener Ordrupgaard Museum widmet sich nun in einer Ausstellung den Werken des Expressionisten Emil Nolde. Nolde gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts und ist vor allem für seine farbenfrohen Aquarelle bekannt. Der 1867 geborene Maler und Grafiker war insgesamt 44 Jahre mit einer Dänin verheiratet und lebte fast Zeit seines Lebens im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Dänemark. Seine Geburtsstadt Nolde in der Gemeinde Buhrkall, gehörte zunächst zum Deutschen Reich wurde aber nach dem ersten Weltkrieg dänisches Staatsgebiet.

Nolde und der Nationalsozialismus

Noldes Kunst gilt in vielen Kreisen als verschrien. Schuld daran ist seine Nazi-Sympathisierung während des Nationalsozialismus. Schon früh war er der Überzeugung, die germanische Kunst sei die einzig Wahre. 1934 trat er dann der NSDAP bei und propagierte gegen antisemitische Künstler wie Max Liebermann. Gegen Ende seines Lebens fiel er allerdings in den eigenen Reihen in Ungnade und seine Bilder wurden als „entartete Kunst“ missachtet. Nolde zog sich an die deutsch-dänische Grenze in Seebüll zurück und malte dort seine zahlreichen kleinformatigen „Ungemalten Bilder“.

Ein Großteil der dänischen Ausstellung im Ordrupgaard-Museum widmet sich diesem Teil seiner Werke, gezeigt werden allerdings auch Bilder, die zu Zeiten seiner frühen Lehrjahre in Kopenhagen und dem dänischen Städtchen Hundested entstanden. Weiterhin finden sich grafische Arbeiten aus den Jahren 1900 bis 1926 sowie handschriftliche Briefe des Malers an seine Frau, die kunstinteressierte noch bis zum 08. Mai in Kopenhagen besichtigen können.

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