Erneute Diskussionen um mögliches Burka-Verbot in Dänemark
22.01.2010
In Dänemark wird nun erneut heftig um ein mögliches Burka-Verbot diskutiert. Hintergrund ist das Attentat auf den schwedischen Karikaturisten Westergaard sowie ein kürzlich erschienener „Burka-Bericht“, der von der Rasmusseen-Regierung monatelang unter Verschluss gehalten wurde.
Extrem niedrige Zahlen überraschen
In diesem heißt es, so berichtet die Zeitung B.T., es gäbe in Dänemark lediglich 100 bis 200 Frauen, die einen den ganzen Körper, einschließlich des Gesichts, verdeckende Burka oder einen mit Augenschlitzen versehene Kopfschleier, einen so genannten Niqab tragen würden. Besondere Brisanz hat die Aussage, dass mindestens die Hälfte der betroffenen Frauen, zum Islam konvertierte Däninnen seien, die die Trachten aus freien Stücken trügen.
Bericht sei von Fundamentalisten beschönigt
Laut wurden jetzt Stimmen seitens des rechtsorientierten Koalitionspartners DVP. Die extrem niedrigen Zahlen, beruhten auf groben Schätzungen von islamischen Fundamentalisten, die die Situation lediglich beschönigen möchten. Bereits im Vorfeld hatte die dänische Volkspartei ein absolutes Verbot für das Tragen der Burka-Trachten gefordert, welches allerdings vom dänischen Justizministerium als verfassungswidrig abgetan wurde. Die Regierung gab auf Grund dessen besagte Untersuchung in Auftrag, welche klären sollte inwieweit das Tragen von Burkas und Niqabs in Dänemark verbreitet sei.
Pauschalattacken gegen Islamisten
Neben der Diskussion um das Schleier-Verbot machte der Vorsitzende der dänischen „Gesellschaft für Meinungsfreiheit“ mit Pauschalattacken über islamische Männer Schlagzeilen. Laut Lars Hedegaard werden Mädchen in moslemischen Familien häufig von Vätern, Onkeln oder Vettern vergewaltigt. Die DVP stimmte den Aussagen zunächst zu, distanzierte sich aber im Folgenden, wenn auch zögerlich, wieder.
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