Erste Differenzen beim Weltklima-Gipfel

11.10.2009

In Dänemark startete vergangenen Dienstag die UN-Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen. Insgesamt werden über 100 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt erwartet um in der Hauptstadt über die Nachfolge des Kyoto-Protokolls zu verhandeln, das 2012 ausläuft. Im  Mittelpunkt steht eine Reduktion des weltweiten Treibhausgas-Ausstoßes, um die Folgen des Klimawandels kontrollierbar zu halten. Konkretes Ziel ist es, den Anstieg der Erdtemperatur auf höchstens 2 Grad zu begrenzen. Eine besondere Rolle spielen dabei die USA sowie die sogenannten Schwellenländer wie China, Indien und Südafrika.

Um die genannten Ziele zu verwirklichen sollen sich die führenden Staaten verbindlich auf eine Kürzung der Co2-Emmission festlegen. Nach anfänglichem Optimismus seitens der Gastgeber, trüben nun erste Interessenskonflikte die Zusammenkunft. Grund für die Differenzen ist ein Kompromissvorschlag einer Gruppe von Diplomaten, der unter anderem die USA, Großbritannien und Dänemark angehören.
Der Entwurf des sogenannten „Circle of Commitment“ schütze einseitig die Interessen der reichen Länder und lege den Entwicklungsländern zu hohe Verpflichtungen zur Treibhausgas-Reduktion auf. Des Weiteren werden keinerlei konkrete Angaben über finanzielle Unterstützung ärmerer Staaten gemacht. Klimaschützer bezeichneten das Abkommen als zu vage.

Die dänische Umwelt und Energieministerin Connie Hedegaard versuchte zu beschwichtigen und bezeichnete das Dokument als Arbeitspapier, dem nicht zuviel Gewicht beigemessen werden sollte. Bis zum Ende des Welt-Klimagipfels am 18.Dezember haben die Länder-Vertreter noch Gelegenheit in Kopenhagen zu verhandeln.

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