Freistaat „Christiana“ darf bestehen bleiben

24.Juni 2011

Der Freistaat „Christiana“, der sich inmitten Kopenhagens Zentrum im Stadtteil Christianshavn befindet, kauft dem dänischen Staat das besetzte Gebiet ab und darf somit auf unbegrenzte Zeit bestehen bleiben.
Christiana wurde im Jahr 1971 gegründet und und zeichnet sich durch eine alternative Lebensmentalität der Bewohner aus, die sich unabhängig vom dänischen Staat selbst verwalten.

Eigene Regeln und Gesetze in Christiana

Auf einem 24 ha großen Militätgebäude errichteten die Bewohner eine komplette Stadt in der Stadt in der ihre eigene Gesetze gelten.  Dieses untersagen beispielsweise den Konsum von harten Drogen oder den Besitz von eigenen Autos oder Waffen. Eine Polizei gibt es nicht, mögliche Verstoße gegen die geltenden Regeln, können von einer Versammlung mit dem Ausschluss aus der Gemeinschaft geahndet werden.
Dass die autonome Kommune, wie sie die dänische Regierung bezeichnet, innerhalb Kopenhagens geduldet wird, hat vor allem mit ihrer Größe zu tun. Mehrere Räumungsversuche schlugen fehl und endeten in gewalttäigen Ausschreitungen.

Bewohner sichern sich dauerhaftes Wohnrecht

Ansonsten verhalten sich die Christiananer recht kooperativ. Alle Bewohner zahlen regelmäßig ihre Steuern sowie die Kosten für Strom und Wasser an den dänischen Staat. Interessierte sind in Christiana meist willkommen, solange sie sich an die dort gültigen Regeln, zu denen beispielsweise auch ein konsequentes Fotoverbot gehört, halten.
Nun soll das Gelände für rund 76 Millionen Kronen teilweise an die Hippie-Bewohner in Christiana verkauft werden, die der Übernahme in einer Vollversammlung bereits zustimmten. Neben der Verkaufssumme muss weiterhin eine jährliche Miete von 800.000 Euro an die Stadt Kopenhagen gezahlt werden.

Weitere Beiträge

Tags: , , ,

Suche


Schlagworte