„Haevnen“oder „In einer besseren Welt“- Gewalt unter dänischen Jugendlichen

18.03.2011

Die dänische Regisseurin Susanne Bier liefert mit ihrem Film „In einer besseren Welt“ ein überaus gelungenes Kunstwerk, das den Zuschauer mitreißt in ein Labyrinth aus Gewalt, Einsamkeit, Vergeltung und die am Ende stets durchschimmernde Hoffnung auf ein besseres Leben.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei Jugendliche, Elias und Christian, die in ihren jungen Jahren bereits viel Schlimmes durchleiden mussten. Der zehnjährige Christian zieht nach dem Tod seiner Mutter zu seiner Großmutter in ein Dorf in Dänemark. Sein Vater stürzt sich in die Arbeit und kümmert sich nur sporadisch um den Jungen. Bald schon verbindet ihn eine Freundschaft zu dem gleichaltrigen Elias, der von seinen Schülern aufs Schlimmste gemobbt wird. Elias Vater bekommt von alledem nicht viel mit, da er nur gelegentlich bei seiner Familie in Deutschland weilt. Der Leiter einer Station für „Ärzte ohne Grenzen“ in Afrika kämpft gegen eine andere Form der Gewalt: er behandelt Verletzte die Opfer von Übergriffen brutaler Milizen wurden. In seiner Heimat läuft sein eigenes Leben derweilen aus dem Ruder, denn die Ehe zu seiner Frau Marianne ist so gut wie zerrüttet. Christian, der bereits früh gelernt hat, sich im Leben durchzusetzen schlägt sich auf Elias Seite und bald beginnt ein Machtspiel, das auf eine blutige Tragödie zusteuert.

„In einer besseren Welt“, der im dänischen den Titel „Haevnen“ trägt, ist ein Film, der ein schwieriges und hochaktuelles Thema mit viel Fingerspitzengefühl behandelt und trotz der am Ende sich durchsetzenden Hoffnung nie ins Pathetische verfällt. 2011 wurde er dafür mit dem Auslands-Oscar ausgezeichnet. In Deutschland ist er ab sofort im Kino zu sehen.

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