Mögliches Atommüll-Endlager auf Lolland

06.05.2011

In Dänemark wird derzeit über die Errichtung eines Atommüll-Endlagers auf  Lolland, der Nachbarinsel Fehmarns, diskutiert. Die kleine Stadt  Rødby kommt aufgrund der geologischen Eigenschaften als einer von 6 möglichen Standorten in die engere Auswahl für die Errichtung eines Endlagers in Dänemark. Der Bürgermister der Insel, Stig Vestergaard, reagierte schockiert. Das mögliche Atomlager lehne er aus voller Überzeugung ab, zumal  die Flächen bereits für die Fehrmanbelt-Brücke reserviert seien.

Weiterhin äußerte sich Fehmarns Bürgermeister Otto Uwe-Schmiedt kritisch über die verteilte Zerstreuung von radioaktivem Schrott auf der Welt. In Finnland werde derzeit ein großes Atom-Müll-Endlager geplant, das eventuell in der Lage wäre kleinere Mengen aus Dänemark aufzunehmen. Das Land betreibt lediglich eine kleine Versuchsanlage bei Roskilde und produziert dementsprechend geringe Mengen des giftigen Mülls. Trotzdem wurde das Geus-Institut für geologische Forschung damit beauftragt einen geeigneten Standort für die Endlagerung der anfallenden Brennstäbe in Dänemark zu suchen.

Im weiteren Auswahlverfahren werden in Kürze zwei oder drei weitere potentielle Standorte ausscheiden. Diese befinden sich in Nordfünen, auf der Insel Bornholm sowie am Limfjord. Die geplante Deponie soll bis zu 10 000 Kubikmeter Atom-Müll für eine Dauer von mindestens 300 Jahren aufnehmen.

Weitere Beiträge

Tags: , , ,

Suche


Schlagworte