„Schwarze Sonne“- beeindruckendes Naturschauspiel an deutsch-dänischer Grenze

30.03.2012
Alljährlich im Frühjahr und im Spätsommer ereignet sich an der deutsch-dänischen Grenze in der Region Tønder ein atemberaubendes Naturschauspiel, das derzeit allabendlich von Ornithologen und Touristen aus beiden Ländern beobachtet wird. Zur Dämmerungszeit finden sich hunderttausende Stare in der Luft in unterschiedlichen Formationen zusammen um sich danach in den Marschen der Vidå zum Schlafen niederzulassen.

„Luftballet“ nennen Experten das Formationsfliegen, bei dem die Vögel Spiralen, Kreise und andere Muster bilden um sich so vor Angriffen durch Greifvögel wie Bussarde, Habichte oder Falken zu schützen. Aus Frankreich und Belgien kommend rasten die Vögel in dem Gebiet um Tønder um sich für die weitere Reise zu stärken.

Ideale Rastbedingungen für Stare
Die Region um Tønder bietet für die Stare ideale Rastbedingungen. Das Schilf und Dickicht der Marschlandschaft bietet den Vögeln Schutz vor Angriffen durch Greifvögel und kleinere Säugetiere und die Lage inmitten der Natur verhindert Störungen durch menschliche Zivilisation. Wer auf eigene Faust dem Spektakel beiwohnen möchte, kann allerdings enttäuscht werden: die Vögel ändern ständig ihre Rastorte und lassen sich nur wenige Tage an ein und demselben Platz nieder. Interessierte Touristen aus Dänemark und Deutschland, die das Treiben der schwarzen Staren-Schleier am Abendhimmel also in keinem Fall verpassen möchten, sollte an einer der geführten Vogel-Safaris durch die Region teilnehmen.

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