Tragischer Vorfall überschattet Roskilde-Festival

08.07.2011

Das alljährliche Roskilde Festival in der Nähe von Kopenhagen wurde dieses Jahr von einem tragischen Vorfall überschattet: Eine 35-jährige deutsche Besucherin stürzte von einem 30 Meter hohen Turm in den Tod. Wie der Vorfall genau zustande kam, war zunächst unklar. Dass die Frau Opfer eines Verbrechens wurde, konnte nach Zeugenaussagen jedoch schnell ausgeschlossen werden. Die 35-jährige Berlinerin fuhr demnach zunächst unbekleidet mit dem Aufzug zur Turmspitze einer Seilrutsche, kletterte dann über die Absperrungen und sprang freiwillig in die Tiefe.

Gewinn fließt in gemeinnützige Organisationen

Das viertägige Roskilde-Festival, das auf der dänischen Insel Seeland stattfindet, gehört zu den größten Musikveranstaltungen Europas. Jährlich nehmen ungefähr 115.000 Menschen daran teil. Das Besondere: Alle Mitarbeiter, die am Aufbau und Ablauf des Festivals mitarbeiten sind ehrenamtlich tätig. Außerdem fließt der gesamte Gewinn an gemeinnützige Organisationen wie Amnesty International oder Ärzte ohne Grenzen.

Das diesjährige Festival konnte mit Headlinern wie Iron Maiden, den Strokes und Portishead aufwarten und wurde bis zu dem tragischen Unglück von den Veranstaltern als voller Erfolg gewertet. Daran konnten auch die sintflutartigen Regenbrüche am Samstagabend nichts ändern, die unvorhergesehene Kosten verursachten.

Bereits 2000 ereignete sich tragisches Unglück

Der Selbstmord der Berlinerin ist leider nicht der erste tragische Vorfall in der Geschichte des ansonsten äußerst entspannten und friedlichen Festivals. Bereits im Jahr 2000 kamen bei einem Auftritt der Gruppe Pearl Jam 9 junge Menschen ums Leben. Die Opfer stürzten auf dem lehmigen Untergrund vor der Bühne und wurden von der nachrückenden Menschenmasse erdrückt. Nach dem Unglück wurden die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Gelände stark verschärft.

Weitere Beiträge

Tags: , , , ,

Suche


Schlagworte