Tunnel statt Fehmarn-Brücke

21.12.2010

Die geplante Brücke über den Fehmarnbelt, die Dänemark in Zukunft mit Deutschland verbinden soll, wird vermutlich als Tunnel gebaut. Grund für die Planänderung ist ein enormer Kostenaufwand, verursacht durch hohe Sicherheitsmaßnamen den Schiffsverkehr auf dem Fehmarnbelt betreffend. Da dieser mit ungefähr 50.000 passierenden Schiffen jedes Jahr, hoch frequentiert ist, müssten die Pfeiler der Brücke in extremen Abstand auseinander liegen, damit große Fahrrinnen frei blieben und das Risiko von Kollisionen so gering wie möglich gehalten würde. Weiterhin würde mit dem Bau der gewaltigen 19 Kilometer langen Brücke teilweise technisches Neuland betreten, was das Risiko von Kostenüberschreitungen enorm in die Höhe treibt.

Vor- und Nachteile des Tunnelbaus

Auf Umweltebene ergeben sich durch den Bau eines Tunnels gegnüber der Brücke einige Vorteile: Der Meeresboden wird nur oberflächlich angegraben und Fischwanderung und Sauerstoffhaushalt der Ostsee blieben ungestört. Nachteile des gesamten Projekts sind allerdings nicht von der Hand zu weisen und wurden bereits im Vorfeld stark diskutiert. Durch den neuen Verkehrsweg, der sich zwischen Deutschland und Dänemark ergibt, wird der Autoverkehr mindestens um 40 Prozent ansteigen. Weiterhin wird allein durch den Bau des Großprojektes enorm viel des Treibhausgases CO2 ausgestoßen.

Tunnelprojekt soll 2020 fertig gestellt sein

Trotz aller Bedenken, rechnet der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Jost de Jager fest damit, dass der Bau des Fehmarn-Tunnels 2014 beginnen und 2020 beendet sein wird. Die Fertigstellung erfolge damit 2 Jahre später als ursprünglich geplant.

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