Odense
Odense, die Hauptstadt von Fünen, ist besonders als Heimat des Märchendichters Hans Christian Andersen bekannt. Die nach Kopenhagen und Århus drittgrößte Stadt Dänemarks ist aber auch für ihre kulturelle Vielfältigkeit beliebt. Die lebendige Universitätsstadt bietet viele schöne alte Straßen und Gebäude im Zentrum. Die zentrale Lage und die guten Verkehrsanbindungen machen die Stadt zu einem idealen Ausgangspunkt zur Erkundung der Insel.
Hans Christian Andersen
In der ganzen Stadt ist H.C. Andersen präsent: Straßen, Plätze und Museen sind nach dem berühmten Schriftsteller benannt, auch die sommerliche Parade und die alljährlichen Festspiele tragen seinen Namen. Sein Geburtshaus steht im alten Handwerkerviertel am östlichen Rand der Altstadt. Heute befindet sich in dem Hans Christian Andersens Hus eine Ausstellung zum Leben und Werk des Dichters. Im Kulturhaus „Das Feuerzeug” können Kinder die Phantasiewelt von Andersen in Erzählungen, Musik und Theater erleben.
Sehenswürdigkeiten in Odense
Der zweite berühmteste Sohn der Stadt ist Musiker Carl Nielsen (1865-1931), berühmtester dänischer Komponist. Über sein Werk und das seiner Frau, der Bildhauerin Anne Marie Nielsen, informiert das Carl Nielsen Museet.
Das Stadtmuseum, das Bymuseet Møntergården, ist in einem prächtigen Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert untergebracht. Eine sehr sehenswerte Ausstellung informiert über die Stadt in der Wikingerzeit und während des Mittelalters.
Überaus lohnenswert ist auch ein Besuch von Brandts Klædefabrik am westlichen Altstadtrand. Bis 1977 eine Textilfabrik beherbergt der Komplex heute Restaurants, Cafés, Geschäfte und mehrere Museen, darunter das Musset for Fotokunst und Danmarks Grafiske Museum. Hier trifft sich die Kunstszene von Odense.
Geschichte von Odense
Der Name der Stadt geht auf eine alte Wikingersiedlung zurück, wörtlich übersetzt heißt es „Odins Heiligtum”. 988 wird die Stadt das erste Mal urkundlich erwähnt in einem Schutzbrief des deutschen Kaisers Otto III. 1029 wurde der Ort Bischofssitz, 1335 erlangte er die Stadtrechte. Im Mittelalter wurde er Wallfahrtsort, nachdem der 1086 hier ermordete König Knud heilig gesprochen worden war. Durch den Bau eines Hafens erlebte die Stadt im 18. Jahrhundert einen wirtschaftlichen Aufschwung. Heute ist Odense Verwaltungszentrum von Fünen.
(Bildquelle: damienroue, damienroue)
